
Die CD-Herstellung
Der eigentliche Fertigungsprozess beginnt mit der Replikation. Dabei wird die Information in einer Spritzgießmaschine von der Matrize auf geschmolzenes Polycarbonat abgebildet. Das Ergebnis sind zunächst noch durchsichtige, 1,2 mm dicke Polycarbonat-Scheiben, die in einem Zeittakt von etwa 3 Sekunden von einem Roboterarm – bei einer Temperatur um rund 100 °C – aus dem Werkzeug entnommen werden.
Der Roboter legt die Scheiben auf einer Abkühlstrecke ab, die sie zu den weiteren Prozess-Stationen transportiert. Diese sind auf einem Rundkurs, ähnlich einem Karussell, angeordnet. Alle Prozessschritte laufen hinter transparenten Schutzscheiben in einer staubgeschützten Umgebung ab.
Auf den kompakten, hochmodernen Skyline-Anlagen können täglich je rund 24.000 CDs produziert werden. Die bis jetzt noch durchsichtigen CDs werden dann auf der Informationsseite im Hochvakuum hauchdünn mit Aluminium beschichtet (ca. 50-70 nm) und somit verspiegelt. Diese Reflexionsschicht ist für die spätere Laserabtastung der CD unerlässlich.

Um die Informationsschicht mit der Pitstruktur und seiner Reflexionsschicht vor Beschädigungen und Umgebungseinflüssen zu schützen, wird die
verspiegelte Seite der CD nun mit einer rund 5 Mikrometer dicken Schutzlack-Schicht überzogen. Dazu wird zunächst eine definierte Menge
Lack durch eine Düse auf die Informationsseite aufgebracht und dann unter schneller Rotation der CD gleichmäßig verteilt („abgeschleudert“).
Unter der Einwirkung von ultraviolettem Licht härtet dieser Acryllack in sekundenschnelle aus. Die fertigen CDs werden auf Spindeln gesammelt.

Die DVD-Herstellung
Bei der DVD-Fertigung werden jeweils zwei nur 0,6 mm dünne Polycarbonatscheiben miteinander verklebt, um eine DVD mit einer Dicke von 1,2 mm zu erhalten. Der UV-härtende Klebstoff wird übrigens – wie auch der UV-Lack bei der CD – mit einer Düse aufgebracht und dann durch
Abschleudern extrem gleichmäßig verteilt.

Die SPACELINE ermöglicht diese Inline-Produktion aller vorbespielten DVD-Formate, also von DVD 5, DVD 10 und vor allem auch DVD 9. Die Zykluszeiten der Replikation liegen für DVDs derzeit bei rund 2,5 Sekunden, entsprechend beträgt die Tageskapazität je Maschine etwa 20.000 Stück.
Das Bedrucken von CD und DVD
Das Aufdrucken des Labels geschieht in Siebdruckmaschinen für bis zu sechs Farben. Auch diese Farben werden unter UV-Bestrahlung getrocknet, um die kurzen Durchlaufzeiten zu erreichen, die erforderlich sind, damit die nachfolgenden Arbeitsgänge mit der Geschwindigkeit der Replikation mithalten können. Die schnellste Druckmaschine hat eine Taktzeit von weniger als einer Sekunde je CD. Wir können unseren Kunden über 920 verschiedene Farben anbieten.
Weiterhin können CDs und DVDs im Offset-Druckverfahren bedruckt werden.
